durchschnittliche Lagerdauer (Eindeckzeit)

 

Formel

durchschnittliche Lagerdauer (Ø Lagerdauer)

 

 

Erläuterung / Interpretation

Die durchschnittliche Lagerdauer (Ø Lagerdauer) gibt Auskunft über die Situation im Lager bzw. die Entwicklung der Kapitalbindung im Lager. Sie zeigt also auf, wie lange die Vorräte - und damit natürlich auch das dafür benötigte Kapital - durchschnittlich im Lager gebunden sind. Gleichzeitig kann man an dieser Kennzahl auch ablesen, wie viele Verbrauchsperioden ein durchschnittlicher Lagerbestand abdeckt.

Durch eine Reduzierung der Lagerdauer würde auch die Kapitalbindung niedriger werden, was dann die Folge hätte, dass die Wirtschaftlichkeit verbessert würde. Eine kürzere Lagerdauer bedeutet also, dass die eingelagerten Materialien schneller wieder in liquide Mittel umgewandelt werden.

Beim Computerhersteller Dell lag der durchschnittliche Lagerdauer bei ca. 4 Tagen (= Umschlagshäufigkeit von 90x pro Jahr), bei Compaq bei ca. 54 Tagen (= Umschlagshäufigkeit von 6,7x pro Jahr) und bei Hewlett-Packard lag er sogar bei 91 Tagen (= Umschlagshäufigkeit von ca. 4x pro Jahr). (Quelle: Scheuss, 2004)